...ich reiße dir die Federn aus.


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Ciao, junge Leute.

Es folgt ein kurzes Statement darüber, warumwiesoweshalb dieser Blog existiert (beziehungsweise zu dem geworden ist, was er jetzt ist). Man muss es nicht lesen. Aber man kann. 

 

Ich halte absolut nichts von "Anas Geboten", "Anas Gesetzen", Psalmen, Quotelines usw. Das hat nie zu mir gehört und wird auch nie zu mir gehören. Einfach aus dem Grunde, dass ich nicht die Art von "Pro-Ana" bin, die die Medien einem aufzeigen.

Ich habe mich zwar schon immer unwohl in meinem Körper gefühlt, aber das lag eigentlich weniger an meinem Gewicht. Selbst als ich fast 100 kg wog, fand ich es nicht schlimm. Ich finde viele leicht übergewichtige Frauen attraktiv.
Meine erste große Liebe hatte Übergewicht. Es ist nichts schlimmes, nichts "Verbotenes".

Ich denke, dass der Grund, aus dem ich anorektisches und bulimisches Verhalten an den Tag lege ist einfach ein Gefühl, das ich schon seit über 10 Jahren mit mir herumtrage, nämlich der Wunsch, einfach zu verschwinden. Sodass sich niemand mehr erinnert. Das ist zwar paradox, weil ich gleichzeitig auch den Wunsch hege, ein Buch zu veröffentlichen, Musik zu machen, zu malen, aber ich kann es nicht ändern. ich will einfach von der Bildfläche verschwinden und zwar ohne einen Laut.

Bei mir hat die Krankheit nichts mit einem "Schönheitsideal" zu tun, dem ich nacheifern will. Ich will nicht aussehen wie Paris Hilton, Nicole Richie oder wie sie alle heißen, ich will, dass man mir ansieht, dass es mir schlecht geht und dann einfach gehen. "Ana till the end" - so krass würde ich es glaub ich nicht ausdrücken, aber auch nur, weil es eine harte formulierung ist. Ich weiß nicht, ob ich eines Tages an meiner Krankheit sterben werde. Aber im Augenblick ist mir das auch egal, weil es nicht besonders viel gibt, wofür es sich noch zu leben lohnt.

Auch, wenn das egozentrisch und narzisstisch klingt, ich will auf eine gewisse Art und Weise doch, dass meine Freunde mich darauf ansprechen. Nicht, ob ich abgenommen hätte, sondern ob es mir gut geht. Ich kann nicht von selbst Hilfe bei ihnen suchen gehen.

Vielleicht sagt der eine oder andere: "Du bist nicht Magersüchtig! Du hast kein Untergewicht!" ---> Diesbezüglich kann ich nur sagen, dass es da auf die Definition von Anorexie ankommt. Die eine Definition ist ab einem BMI von 18.5, die andere erst ab 17... Die, die mir am logischsten erscheint, ist die, die besagt, dass man möglichst viel Gewicht in möglichts kurzer Zeit abnimmt, als Beispiel wurde 10% des Körpergewicht in 2 Monaten genannt.

Ich für meinen Teil bin innerhalb von 6 Wochen von 85 kg auf 72 gekommen. Das waren etwa 15 % meines Körpergewichts. Laut dieser Definition "darf" ich mich also als Anorektikerin bezeichnen. Großartig. Congratulation.

Es ist trotzdem nichts, worauf man stolz sein sollte.

Ich halte hier nur meine Gedanken fest. Ich war nie ein Kind, das schön und schlank sein wollte, ich war schon in der Grundschule übergewichtig. Mir hat es nichts ausgemacht, dick zu sein. Aber gemocht habe ich mich nie wirklich. Und es ist eine Ironie des Schicksals, dass ich diesen Blog mit den Worten "bezeichnet mich nicht als Ana" begann. Spätestens als ich eine kaloriengrenze von 800 am Tag mir auflegte, hätte ich bemerken müssen, dass alles falsch läuft. Und jetzt ist es zu spät, um mich aufzuhalten. Alleine schaff ich das nicht. 




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